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Services & Information for Journalists
GDS setzte verstärkt auf Information und Kunst
Den Auftakt machte am Freitag das Unternehmen Schleifenbaum Design & Project. Der Fashion Retail Experte Hanns-Jürgen Assent sieht Shoppen als pure Verführung und Lust. Wie in einem Theaterstück müssen sich die Hauptdarsteller, die Schuhe, von der Masse abheben, durch Authentizität und ein gelungenes Bühnenbild die Herzen der Kunden erobern. Der Kreative zeigte neue, zukunftsorientierte Ideen auf, die den Schuh im Schaufenster und Geschäft zum haptischen und emotionalen Erlebnis machen.
Schuhe braucht kein Mensch? Mit dieser provokanten Frage richtete sich der Motivations- und Verkaufstrainer Hans Meurer an seine Zuhörer. „Wenn nur Schuhe verkauft würden, die wir brauchen, wären wir alle längst pleite.“ Brauchen muss als Synonym für ‚haben wollen‘ verstanden werden. Soziale Anerkennung, Sicherheit, Vertrauen, Selbstachtung und Unabhängigkeit sind die Faktoren, die ‚motivationales‘, emotionales Verkaufen ausmachen. „Menschen kaufen keine Produkte, sondern Gefühle“, ist Meurer überzeugt. Denn Produkte sind austauschbar. Es zählt die Wertschätzung, die man den Menschen entgegenbringt.Eine kleine Revolution die Atmungsaktivität im Schuh betreffend stellte der Membranspezialist Sympatex vor. Dank der neu entwickelten Air-Jet-Technologie wird Atmungsaktivität nicht nur über die Sohle, sondern im gesamten Schaft realisiert. Eine innovative Hightech-Oberstoff/Futterstoff-Kombination sorgt dabei für maximale dynamische Atmungsaktivität und 100% Wasserdichtigkeit, die erstmals auch bei einigen auf der GDS präsentierten Schuhkollektionen der Frühjahr/Sommer-Saison 2010 zum Einsatz kommt.
Was tragen modische Kids im kommenden Sommer? Dieser Frage ging das Unternehmen Ricosta im Rahmen des Kids Businessbrunch nach. Wie wichtig und notwendig modisches Know-how schon bei der Beratung der kleinsten Kunden ist, zeigte die gelungene Kombination aus Trendvortrag und Floor Presentation. In Kooperation mit dem Kindermodehersteller 667 – baby of the beast erhielten die Zuschauer viele modische Inspirationen und konkrete Order-Tipps für die Sommersaison 2010.Furnituren als lukrative Umsatzträger – diesem Thema widmete sich das Seminar unter dem Titel Furnituren-Special der Firmen BNS und Pedag. Thomas Timm, Geschäftsführer von Pedag, empfiehlt eine genaue Zielgruppenanalyse, um beim Verkauf von Furnituren noch intensiver und zielgerichteter auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können. Pedag bietet spezielle, auf Urban-, Lifestyle- und Best-Ager-Konzepte abgestimmte Schuh- und Fußpflegeartikel an. Thomas Ehlers, Verkaufsleiter beim Mainzer Anbieter BNS, setzt im Verkaufsgespräch auf Dialog und freundliche Beratung. Unverfängliche, sympathisch vermittelte Tipps zur richtigen Pflege von Schuhen bringen mehr Erfolg als rein verkaufsorientierte, gelernte Fragestellungen, bei dem die Mitarbeiter permanentem Druck ausgesetzt sind. Ehlers hielt in seinem Vortrag viele praktische Tipps bereit, wie man die Kunden neugierig macht, ohne ihnen etwas aufdrängen zu wollen.
Von der Chance, den Einzelhandel entschleunigen zu können, ist Unternehmensberater Alexander von Keyserlingk überzeugt. Mit seinem Plädoyer für mehr Wert, mehr Erlebnis und mehr Nachhaltigkeit setzt sich der Experte für gute Qualität bei ausgewogener Preiswürdigkeit ein. Die Zukunft des Einzelhandels – auch im Geschäft mit Schuhen – liegt für Keyserlingk in der Individualität und Qualität. Hervorragende Beratung, inspirierende Sortimente mit Überraschungsmomenten, intelligentes Cross-Selling und zielgruppengenaues Marketing gehören zu den Erfolgssäulen der Zukunft.
Schuhe als Kunstobjekte
Schuhmodelle großer französischer Modeschöpfer wie Charles Jourdan, Louis Vuitton, Raymond Massaro, Robert Clergerie, Roger Vivier und Stéphane Kélian sowie europäischer Designer wie Patrick Cox, Paco Rabanne oder Andréa Pfister präsentierte das internationale Schuhmuseum von Romans. Die Ausstellung zeigte 20 ausgewählte Modelle aus den Jahren 1967 bis 2009 von insgesamt 16.500 Exponaten des französischen Museums. Zahlreiche Besucher ließen sich von den kreativen Entwürfen inspirieren. Ein Highlight für Kinofans waren die Stiefeletten des Designers Carlo Pompéi, die Leonardo Di Caprio 1997 im Kinofilm Titanic trug. „Wir haben starken Zuspruch erhalten und die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Das professionelle Umfeld sorgte dafür, dass die Ausstellung sehr gut wahrgenommen wurde. Dadurch konnten wir wichtige Kontakte für künftige Projekte knüpfen“, so das Resümee von Philippe Drésin, dem stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Romans.Die Verwandlung von Schuhleisten zu eigenwilligen Kunstobjekten aus goldenen Pailletten, Baumrinde oder Kunstrasen zeigte die Ausstellung Art & Hamlet. Auf diese einzigartige Idee kam Detlef W. Stichling, der Gründer der Marke Hamlet und ehemaliger Werbefilmer. Michael Ottopal, Bühnenbildner, Bildhauer und Inhaber von Hamlet, hat das Projekt mit Künstlern und Kunstbegeisterten umgesetzt. Das erstaunliche Ergebnis ist eine Serie sehr individuell gestalteter Kunstwerke und eine geniales Marketingtool. „Es macht einfach Spaß, kreativ mit dem Produkt Schuh zu arbeiten. Auf der GDS hatten wir zahlreiche Anfragen von Künstlern und Einkäufern, die beigeistert von dieser Idee waren. Das Projekt und wird jetzt zu einer Art Wanderausstellung und in Zukunft in den Schaufenstern einiger unserer Kunden zu sehen sein“, erklärte Detlef W. Stichling.
Auf der GDS – International Event for Shoes & Accessories vom 11. bis 13. September 2009 zeigten 765 Aussteller mit über 1.800 Kollektionen die Trends für Frühjahr/Sommer 2010 und die laufende Saison. Die nächste GDS findet vom 12. bis 14. März 2010 in Düsseldorf statt.Düsseldorf, 16. September 2009

Messe Düsseldorf