Hauptinhalt dieser Seite

Sprungmarken zu den verschiedenen Informationsbereichen der Seite:

Sie befinden sich hier: Startseite. News. Artikel.

Geox

Artikel

Geox



So fing alles an - Geox-Gründer Mario Moretti Polegato mit seinem ersten "Schuh, der atmet".

So fing alles an - Geox-Gründer Mario Moretti Polegato mit seinem ersten "Schuh, der atmet".


Geox-Chef Mario Moretti Polegato: "Geox investiert jedes Jahr circa 2% des Gesamtumsatzes in Forschung und Entwicklung, um bestehende Produkte zu optimieren und neue zu entwickeln."

Geox-Chef Mario Moretti Polegato: "Geox investiert jedes Jahr circa 2% des Gesamtumsatzes in Forschung und Entwicklung, um bestehende Produkte zu optimieren und neue zu entwickeln."


Amphibiox-Technologie für Herren.

Amphibiox-Technologie für Herren.


Amphibiox-Technologie für Herren.

Amphibiox-Technologie für Herren.


Pumps für Frauen von Geox

Pumps für Frauen von Geox


So sehen Chelsea-Boots von Geox aus.

So sehen Chelsea-Boots von Geox aus.


Aus der Sommer-Kollektion 2012

Aus der Sommer-Kollektion 2012


Auch bei der Bekleidung setzt Geox auf patentierte Lösungen, bei der die Thermoregulierung im Vordergrund steht.

Auch bei der Bekleidung setzt Geox auf patentierte Lösungen, bei der die Thermoregulierung im Vordergrund steht.


Atmungsaktivität steht auch bei der Bekleidung von Geox im Vordergrund.

Atmungsaktivität steht auch bei der Bekleidung von Geox im Vordergrund.

Die Erde, die Luft, der Schuh

Die Geburtsstunde des italienischen Schuh-Anbieters Geox war eine simple Idee. Aus dieser Idee ist inzwischen ein börsennotiertes Unternehmen geworden, das in über 100 Ländern, an über 10.000 Standorten präsent ist. Konstant wird an neuen Entwicklungen und der Optimierung bestehender Produkte gefeilt. Was dabei herauskommen kann, zeigt Geox im September auf der Düsseldorfer Schuhmesse GDS.


Die Geschichte von Geox beginnt mit einem Moment, den wir alle nur zu gut kennen: Es ist Messe, die Beine sind müde, die Füße brennen. Genau dieses Gefühl hatte auch Mario Moretti Polegato, als er, der Geschäftsführer des Weingutes, das sich seit drei Generationen in Familienbesitz befindet, die Produkte seiner Familie auf einer Messe im amerikanischen Reno, Nevada, präsentierte. Die Füße heiß, die Messe noch lang, schnappt Polegato sich seine Schuhe, sticht Löcher in die Sohlen, um für eine Luftzirkulation zu sorgen, und legt damit den Grundstein für ein ganzes Schuh-Imperium. Er hatte „Sohlen, die atmen“ erfunden – eine Idee, auf der bis heute alle Erfolge des Unternehmens basieren. Nachdem Polegato die Idee der atmenden Sohlen in der kleinen Schuhfabrik seiner Familie ausprobiert, lässt er sich seine Erfindung patentieren. Dann geht Polegato wieder auf die Reise. Fährt von Schuhfabrik zu Schuhfabrik, auf der Suche nach einem Produzenten. Doch niemand glaubt an seine Idee. So nimmt Polegato das Ganze 1995 selbst in die Hand und steigt komplett in die Schuhbranche ein. Er wählt für seine Schuhe den Namen Geox – eine Zusammensetzung aus dem griechischen Wort Geo (Erde), auf der wir Menschen laufen, und dem Buchstaben X, welches die neue, moderne Technologie symbolisieren soll, auf die das Unternehmen setzt. Er entwirft, produziert und vertreibt seine Kollektion selbst. Das Besondere ist die besondere Sohlenkonstruktion: Durch Perforationen in der Sohle soll die Atmungsfähigkeit der Füße gewährleistet sein, gleichzeitig sind die Sohlen wasserdicht. Eigentlich ganz einfach.

Das Unternehmen wächst schnell, zunächst auf dem Heimatmarkt Italien. So sind Geox-Schuhe gerade in diesen Jahren immer wieder ein beliebtes Mitbringsel aus den Sommerferien in Italien. Ab dem Jahr 2000 geht es dann für das Unternehmen mit Sitz im norditalienischen Biadene di Montebelluna ins Ausland. Mit differenzierter Distributionspolitik und einer Kollektion, bei der natürlich die Funktion im Vordergrund steht. Aber Saison für Saison rückt auch die modische Ausrichtung der Schuhe in den Fokus, so dass es Modelle mit Keilabsätzen, Peep-toes und tonigen Dekorationen bald auch von Geox gibt. Im Dezember 2004 folgt der Schritt an die Mailänder Börse. Heute ist Geox nach eigenen Angaben der größte Schuhproduzent Italiens. Mit über 30.000 Mitarbeitern, rund 10.000 Verkaufsstellen, über 1000 Monomarken-Stores in 103 verschiedenen Ländern. Inzwischen erwirtschaftet das Unternehmen 60% seines Umsatzes, der im Geschäftsjahr 2010 bei rund 850 Mill. Euro lag, im Ausland. Wichtigste ausländische Märkte sind Deutschland, Frankreich und Spanien.

Das Kollektionsangebot von Geox gliedert sich in vier Segmente – Classic, Casual, Fashion und Sport. Für Frauen, Männer und Kinder. Im Jahr 1999 kommen zum ersten Mal Jacken hinzu. Aber auch bei der Bekleidung stehen Atmungsaktivität und Komfort im Vordergrund – inzwischen entfallen rund 13% des Gesamtumsatzes auf Bekleidung.

Doch eine gute Idee, wie die in Reno, Nevada, reicht dem Tüftler Polegato nicht. Konstant wird an neuen Entwicklungen und der Optimierung bestehender Produkte gefeilt – immerhin investiert das Unternehmen jedes Jahr rund 2% des Geschäftsumsatzes in Forschung und Entwicklung. Was dabei herauskommen kann, zeigt Geox im September auf der Düsseldorfer Schuhmesse GDS: „Amphibiox“ heißt das neueste Geox-Patent, das nach einer Testphase in einigen europäischen Städten jetzt auch in den Hauptmärkten des Unternehmens eingeführt wird. Die Schuhe dieser Linie für Frauen, Männer und Kinder verfügen über eine atmungsaktive, wasserdichte Membran, die direkt mit dem Obermaterial verbunden ist. Dadurch sollen die Füße stets warm und trocken gehalten werden – vom Schaft bis zur Sohle. „Die GDS ist die richtige Order- und Kommunikationsplattform, um dem Markt dieses neue Patent vorzustellen“, sagt Polegato.

Die Tatsache, dass Geox seine Kollektionen nach sechs Jahren zum ersten Mal wieder auf der GDS präsentiert, zeigt aber noch mehr: die differenzierte, ausgefeilte Distributionspolitik der Italiener, für die ein enger Kontakt zur Branche enorm wichtig ist. Ja, das Unternehmen betreibt 266 eigene Läden. Aber die Mehrzahl der insgesamt über 1000 Monolabel-Stores sind Franchising-Unternehmen, werden also in enger Zusammenarbeit mit Einzelhändlern betrieben. Und genau dieser Geschäftszweig legt derzeit eine ordentliche Performance hin: Im ersten Quartal 2011 gab es bei den Franchise-betriebenen Geox-Läden einen Umsatzzuwachs von 26%, meldet das Unternehmen. Und von der stringenten Marken-Präsentation, dem klaren Markenauftritt und der Sortimentsbreite, wie sie in Geox-Läden und Shops gezeigt werden, profitiert die gesamte Marke Geox. Auch wenn sie im Schuhfachhandel vertrieben wird. Denn rund zwei Drittel des Gesamtumsatzes erwirtschaftet Geox genau dort. „Wir sind zufrieden damit, wie das Jahr 2011 für uns begonnen hat – zum einen wegen der Ergebnisse des ersten Quartals, die genau unseren Erwartungen entsprechen, aber vor allem auch wegen der Vororder für Herbst/Winter 2011/12 der Multibrand- und Franchise-Läden“, so der Geox-Chef. Dennoch – die kommende Saison sei eine große Herausforderung fürs Unternehmen. Aber, wer weiß? Vielleicht entsteht ja die nächste Geox-Innovation bereits auf der kommenden GDS.

Text: Julia Mönnich
Fotos: Geox

Zur Homepage von Geox